Was zum Basteln, zum Gucken und zum Staunen

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Diese Galerie enthält 6 Fotos.

Seit 2007 gibt es den Wettbewerb “PresseFoto Hessen-Thüringen”. Ausgeschrieben wird er von den Landesverbänden des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Die besten Pressefotos eines Jahres sind zum fünften Mal als “Wanderzirkus” auf Reisen, um möglichst vielen Menschen zu zeigen, dass „es schon … Weiterlesen

Was uns Alten die jungen “digital natives” zu sagen haben …

via Facebook-Fanpage “DJV Thüringen”:

Überhaupt kein “Niveaulimbo” – Podcaster Philipp Riederle (16) herzerfrischend auf der Konferenz “The World after Advertising”: Sein Vortrag “Ihr wollt wissen, was wir brauchen?” beschreibt witzig und sachkundig das Kommunikationsverhalten der “Digital Natives”.

Leider ist die Audio-Datei aus “wasmitmedien” nicht perfekt. Aber Philipp Riederle ist dennoch gut zu verstehen …

Heute vor 35 Jahren …

Am 22. September 1975 war endgültig Schluss. Da kam das finale Verbot für Renft. Ausgangspunkt war die “Rockballade vom kleinen Otto”, einem Song über den Bausoldaten Otto, dessen Republikflucht schief ging …

Renft wurde als “Klaus Renft Combo” 1958 von Klaus Jentzsch in Leipzig gegründet. “Renft”  war der Geburtsname von Jentzsch’ Mutter, den er seither als Künstlernamen nutzte. Die Band erwarb sich spätestens ab 1969 – als Gerulf Pannach die Texte schrieb – den Ruf, systemkritisch zu sein. Trotzdem konnte die Band wegen einer kurzen Phase des innenpolitischen Tauwetters zwei Studioalben veröffentlichen. Titel wie “Nach der Schlacht”, “Als ich wie ein Vogel war” oder “Wer die Rose ehrt” machten Renft zu einer der bekanntesten Rockgruppen der DDR.

Ich hatte 2005 die Gelegenheit, in Jena bei einem Podiumsgespräch Klaus Renft zu erleben. Damals schrieb ich den folgenden Text fürs “Freie Wort”:

Fettes Säggschen oder: Woran die Stones alles Schuld sind …

Es war einmal …  So fangen nicht nur Märchen an. Also: Es war einmal vor vierzig Jahren. Da kamen ein paar rotzige Burschen, die als “Rolling Stones” noch rotzigeren Rythm & Blues gaben, nach Westberlin. Spielten in der Waldbühne vor 20.000 ausflippenden Fans gelangweilt sechs Songs. Und verschwanden wieder. Das frustrierte. 2.000 so sehr, dass sie Kleinholz aus den Bänken und dem eigentlich anheimelnden Ort machten. Was weitreichende Folgen hatte: nicht zuletzt die eines Podiumsgespräches in Jenas Szene-Treff „Cafe Wagner“ anno 2005. Weiterlesen

Prof. Weichert: “Zu viel Lamento” bei Journalisten

Sicher nicht die leichteste Kost. Aber weil der Mensch im Allgemeinen und der Journalist im Besonderen mit seinen Aufgaben wächst, hier ein Tipp des “Medium Magazins”. Die Kollegen fanden in der Online-Ausgabe des “Rheinischen Merkurs” ein Interview mit Medien-Prof. Stephan Weichert.

Unter dem Titel  „Zu viel Lamento, zu wenig Experimente“ macht er sich Gedanken über das künftige Berufsbild des Journalisten und ortet strategische Fehler von Verlagen:

“Sicher, Journalisten halten Handwerksregeln und berufliche Kodizes ein, die Laien nicht für sich beanspruchen. Aber sie müssen sich noch beherzter vom Meinungsmacher und Weltendeuter zum Moderator und Katalysator von Nutzerinteressen entwickeln.”

Es lohnt sich, auch die weiteren Beiträge in der Reihe “Merkur Spezial – Die Zeitung lebt” zu lesen (Übersicht am Ende des Interviews).

Ist, was sie bekommen, das, was sie verdienen?

Jüngst schlugen die 308.000 Euro Gehalt von WDR-Intendantin Monika Piehlau hohe Wellen. Die Neugier war geweckt und der Wunsch nach Transparenz: Auch deshalb, weil die Intendanten aus jenem Topf bezahlt werden, den wir alle mit den GEZ-Gebühren füllen.

Diese Zwangsabgabe sorgte immer für Ärger – auch, weil die öffentlich-rechtlichen Programme schon lange nicht mehr solche Flaggschiffe des Qualitäts-Journalismus und hochwertiger Unterhaltung sind, wie es einst war.

“BILD am Sonntag” hatte am 15. August das Thema auf die Titelseite gebracht und versprach den “Politiker-Gehälter-Check”.

Weil der Mensch von Natur aus faul ist, hier die aktualisierte Auflistung aufs Wesentliche reduziert und um ein paar neue Daten aus den öffentlich-rechtlichen Anstalten ergänzt:

Bundespräsident Christian Wulff – 16.583 Euro
Bundestagspräsident Norbert Lammert – 15.336 Euro
Bundeskanzlerin Angelika Merkel – 21.711 Euro (Parteivorsitz ehrenamtlich) Weiterlesen

… ich bin nicht allein

Der Chefredakteur “meiner” Thüringer Allgemeinen”, Paul-Josef Raue, dankte gestern auf der Titelseite den Lesern:

“Die Zahl der Bürger, die unsere Zeitung regelmäßig lesen, ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Gut drei Prozent mehr Menschen greifen zur ,Thüringer Allgemeine’.”

Heute tat es ihm TLZ-Chefredakteur Hans Hoffmeister nach. Er vermeldete sogar, dass elf Prozent (!) mehr Thüringerinnen und Thüringer zu seinem Blatt gegriffen hätten.

Solche Jubelnachrichten hörte man aus dem Hause Erzigkeit bisher nicht. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag im ZGT-Land …

Ich las jedenfalls gestern und staune nicht schlecht: Denn laut IVW-Auflagenzahlen für das 2. Quartal haben die ZGT-Titel TA, TLZ und OTZ mit derzeit 296.102 Abonnenten ein Minus von 3,59 % zum Vergleichszeitraum 2009 (307.121 Abos; -11.019 Exemplare).

Dann machte es “klick”: Raue wie Hoffmeister sprachen ja von “Lesern”, nicht von “zahlenden Lesern”.

Das trifft dann nicht nur meine Alltagserfahrung: Im Bekanntenkreis steigt die Zahl jener, die die Abo-Kosten teilen. Dazu kommen nicht wenige, die “ihre” abonnierte TA, TLZ oder OTZ Nachbarn oder Freunden weitergeben.

Meine Steuerberaterin meinte einst zu mir, dass ich womöglich ein passabler Journalist wäre. Aber meine unternehmerischen Qualitäten ließen zu wünschen übrig.

Das traf mich hart.

Ich sehe das jetzt ein wenig entspannter.

Ich weiß die Chefredakteure der TA und der TLZ an meiner Seite …

Strauss’ „Zigeunerbaron“  2010
Ja, das Rechnen und das Lesen,
ist nie mein Fach gewesen,
Denn schon in frühen Kindertagen
verdrückte ich mich in Verlagen,
Auch war ich nie ein Dichter,
potz Donnerwetter Parapluie!
Nur immer ZGT-Vernichter,
Poetisch war ich nie!

Ja, mein idealer Lebenssinn:
Ich richte Zeitungen hin.
Mein idealer Lebenssinn:
Ich richte Zeitungen hin.

Tagespresse Thüringen: Abwärtstrend hält an

Die Auflagenzahlen für das 2. Quartal wurden durch die IVW (Informationsgemein-schaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) veröffentlicht: Demnach haben mein ehemaliges Blatt “Thüringer Allgemeine”, die  TLZ und die OTZ (die zur Zeitungsgruppe Thüringen gehören) derzeit 296.102 Abonnenten.

Das sind noch einmal 1,1 % weniger im Vergleich zum 1. Quartal 2010 und -3,59 % zum 2. Quartal 2009 (307.121 Abos; -11.019 Exemplare).

Das Minus beim Abo (20,60 Euro/monatlich bisher) macht allein monatlich rund 230.000 Euro Miese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum …

Zum 1. Juli 2010 wurde zwar jetzt der Copy-Preis auf 21,80 Euro erhöht. Das spült trotz Abo-Rückgang zunächst monatlich rund 290.000 Euro mehr in die ZGT-Kassen. Aller Erfahrung nach folgt aber auf eine Preiserhöhung eine größere Abbestellungswelle. Mehr weiß man also erst in drei Monaten …

Auch in Gotha hält der Trend unvermindert an: TA und TLZ haben im 2. Quartal 2010 20.360 Abos und damit -3,73 % zum 2. Quartal 2009 (21.149). Das 2. Quartal 2008 bescherte der ZGT noch 22.007 Abos – im Vergleich zu den aktuellen Zahlen waren das 7,48 % mehr.

Allein rund 16.500 Euro Abo-Gebühren fehlen demnach aktuell – bezogen auf das 2. Quartal 2009. Hoch gerechnet aufs Jahr ist das ein Minus von etwa 195.000 Euro.

Der Vollständigkeit halber ein Blick über den Rennsteig und zur Südthüringer Presse (gibt “Freies Wort”, “Südthüringer Zeitung” und “Meininger Tageblatt” heraus). Auch hier scheint der Abwärtstrend unaufhaltsam. Die Abo-Zahlen im 2. Quartal 2000 lagen bei 131.066 und damit 23.8 % höher als aktuell (101,145).

Nachfolgend der Vergleich zum Vorjahreszeitraum:

Mehr Details zu Auflagen nach Orten etc. finden sich auf der IVW-Homepage (www.ivw.de)!

Print: Abwärtstrend hält an

Mit Zeitungen haben deutsche Verlage voriges Jahr rund 640 Mio. Euro weniger Umsatz gemacht als 2008 (- 7 %). Ursache – vor allem die anhaltend schweren Einbrüche des Anzeigenmarktes. Das musste auch der  Verlegerverband BDZV auf seiner Jahrespressekonferenz am gestrigen Dienstag einräumen.

Der Gesamtumsatz aller deutschen Zeitungen stürzte demnach auf das Niveau von 1993 ab und liege bei 8,46 Mrd Euro. Ein Minus von 15,9 % verzeichnen die Erlöse aus Werbungen. Sie betragen aktuell 3,9 Mrd. Euro – nur noch haarscharf mehr, als Online-Werbung erzielt.

Der BDZV konnte aber auch für 2010 keine Entwarnung geben.

Abgefedert werde der Abwärtstrend durch Mehreinnahmen des Vertriebs. Den weiterhin sinkenden Auflagen begegneten die Verlage mit Preissteigerungen (so kosten z. B. meine beiden Lokalblättchen “Thüringer Allgemeine” und “Thüringische Landeszeitung” jetzt 21,80 Euro statt bisher 20,60 Euro, also 5,8 % mehr).

Dieses Drehen an der Copypreis-Spirale spülte 2,3 % mehr Einnahmen in die Kasse (4,47 Mrd. Euro).

Eher am Rande vermerkt wurde, dass dadurch 2009 erstmals bundesweit die Vertriebserlöse höher als die Einnahmen aus Werbung waren. Abo-Gelder machen 53 % des Gesamtumsatzes aus.

Und die Anzeigenumfänge der Zeitungen schrumpfen laut BDZV von Januar bis Mai 2010 um weitere 8,3 Prozent.

Quellen: turi2.de, horizont.net, dwdl.de, kress.de, evangelisch.de, bdzv.de (Pressemitteilung)