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	<title>Aschenbrenners Blog</title>
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	<description>&#34;Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlor&#039;ner Tag.&#34; (Charlie Chaplin)</description>
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		<title>Paraskavedekatriaphobie</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 09:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht sicher ist, wie viele Menschen an Paraskavedekatriaphobie leiden – der krankhaften Angst vor einem Freitag, dem Dreizehnten. Sicher aber ist, dass 2012 kein gutes Jahr für sie ist: Gleich drei Mal ist ein 13. Tag im Monat ein Freitag. &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2012/01/09/paraskavedekatriaphobie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1355&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2012/01/freitag-13.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1356" title="freitag 13" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2012/01/freitag-13.jpg?w=640" alt=""   /></a>Nicht sicher ist, wie viele Menschen an Paraskavedekatriaphobie leiden – der krankhaften Angst vor einem Freitag, dem Dreizehnten.</p>
<p>Sicher aber ist, dass 2012 kein gutes Jahr für sie ist: Gleich drei Mal ist ein 13. Tag im Monat ein Freitag.</p>
<p>Der Wochentag als Jesus&#8217; Todestag und die 13 als Pechzahl haben ihre Wurzeln in christlicher Tradition. Die abergläubische Furcht vor diesem Datum kam dennoch erst im 20. Jahrhundert auf und wahrscheinlich aus den USA. Aber auch wenn der Börsenkrach 1929 als „Schwarzer Freitag“, der zudem ein 13. war, in die Geschichte einging, begann er schon am Donnerstag &#8230;</p>
<p>In Deutschland tauchte Freitag, der 13., zum ersten Mal 1957 in einer Glosse von Thilo Koch in der &#8222;Frankfurter &#8222;Allgemeinen Zeitung&#8220; auf, in der er sich darüber lustig machte, dass der Stapellauf des Öltankers &#8222;Tina Onassis&#8220; wegen des Unglücksdatums verschoben wurde.</p>
<p>Nicht überall auf der Welt ist Freitag, der 13., ein besonderes Datum. In Spanien und Lateinamerika gelten Dienstage, die auf den 13. eines Monats fallen (Martes 13) als Unglückstage. In Italien gilt Freitag, der 17., als Unglücksdatum.</p>
<p>Hoffnung für paraskavedekatriaphobische Patienten machen auch nicht <a href="http://www.deutscher-weiterbildungspreis.de/presse.html" target="_blank">Berechnungen der Mathematiker Prof. Dr. Heinrich Hemme und Jochen May</a> aus dem Jahr 2011: Demnach sei Freitag der 13. wirklich mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Unglückstag als ein Donnerstag, der 13. Dies läge an Phänomen der Schaltjahre.</p>
<p>Ein Schaltjahr liegt vor, wenn sich die Jahreszahl durch 4, nicht aber durch 100 oder ohne Rest durch 400 teilen lässt. Deshalb umfasst der Schaltjahreszyklus 400 Jahre. Innerhalb dieser Periode nun fällt der 13. häufiger auf einen Freitag als auf einen anderen Wochentag.</p>
<p>Dazu kommt nun die Statistik: Angenommen, ein Unglück tritt an jedem Tag mit gleicher Wahrscheinlichkeit ein. Dann erhöht sich aber die Pech-Quote für Freitage, den 13. wegen seiner durch Schaltjahre bedingten relativen Häufung.</p>
<p>Der gregorianische Kalender wiederholt sich wegen der Schaltjahrregel alle 400 Jahre, was genau 20.871 Wochen (146.097 Tagen) entspricht. Dabei fallen die meisten Dreizehnten (688) auf einen Freitag. Umgekehrt gilt auch, dass Freitage auf keinen anderen Monatstag häufiger fallen als auf einen 13. Am seltensten kommt Mittwoch, der 31. vor &#8211; nur 398 Mal in 400 Jahren.</p>
<p>Übrigens hat jedes Jahr mindestens einen, aber höchstens drei Freitage, die auf einen Dreizehnten fallen. Der kürzeste Abstand zwischen zwei solchen Dreizehner-Freitagen beträgt vier Wochen: Dann, wenn der 13. Februar ein Freitag ist und der Februar nur 28 Tage hat, ist auch der zweite März-Freitag ein 13. Zuletzt war dies 2009 der Fall, das nächste Mal wird es im Jahr 2015 sein.</p>
<p>Der längste Abstand zwischen zwei Dreizehner-Freitagen beträgt 14 Monate oder genau 61 Wochen. Dieser Fall tritt ein, wenn der 13. Juli ein Freitag ist und das folgende Jahr kein Schaltjahr ist. Dann fällt erst der 13. September des Folgejahres wieder auf einen Freitag. Letztmalig war dies im Juli 2001 und September 2002 der Fall. Es wiederholt sich in diesem Juli 2012 und dem September 2013.</p>
<p>Eine Pause von ebenfalls 14 Monaten (61 Wochen) zwischen zwei Freitagen den 13. erfolgt auch, wenn der 13. August ein Freitag und das folgende Jahr ein Schaltjahr ist. Dann kommt es erst wieder im Oktober des Folgejahres zum &#8222;schwarzen&#8220; Freitag. Letztmalig war dies im August 1999 und im Oktober 2000 der Fall. Das nächste Mal passiert dies im August 2027 und Oktober 2028.</p>
<p>Übrigens: ICH leide weder unter Triskaideka- oder Paraskavedekatriaphobie &#8211; habe mich schließlich an einem Freitag, dem 13., getraut. Und meine Braut trug schwarz! <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Quellen: http://www.deutscher-weiterbildungspreis.de/presse.html, Wiki, eigene Erfahrungen <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1355/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1355&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gespachtelt, nicht gestrichen</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 17:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Maler, Grafiker und Galerist Volker Grahn aus Tabarz (Landkreis Gotha), wurde am 8. Dezember 70 Jahre alt. Der Autodidakt, geboren in Wittenberge (Brandenburg), gehört zum Besonderen, das die Thüringer Kunstszene bietet. Ausdauernd, unbeirrbar, mit eigenem Kopf und Stil eroberte &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2011/12/16/gespachtelt-nicht-gestrichen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1330&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Maler, Grafiker und Galerist Volker Grahn aus Tabarz (Landkreis Gotha), wurde am 8. Dezember 70 Jahre alt. Der Autodidakt, geboren in Wittenberge (Brandenburg), gehört zum Besonderen, das die Thüringer Kunstszene bietet. Ausdauernd, unbeirrbar, mit eigenem Kopf und Stil eroberte sich Grahn einen festen Platz. Eingeweihte und Kunstkenner schätzen zudem seine kleine Galerie am Fuße des Inselsbergs: Seit 15 Jahren ist sie Erfüllung eines Traumes und zugleich Platz fürs Andere, Nonkonforme, fernab des Zeitgeistes.</em></p>
<p>Der Wind zerrt an kahlen Zweigen. Verteilt gönnerhaft kalten Niesel über die menschenleere Straße. Weckt so den Wunsch nach Wärme, Sommer, blauem Himmel. Das alles – nur ein paar Schritte, wenig Stufen entfernt. Hinter einer Tür. Der zur „Galerie Grahn“ in Tabarz.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111203-volker-grahn-d-tn.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1331" title="111203 Volker Grahn D tn" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111203-volker-grahn-d-tn.jpg?w=300&#038;h=291" alt="" width="300" height="291" /></a>Was für ein Azur! Vom Bilderrahmen kaum zu bändigen, bläut es einem die Lust auf Meer ein. Auf Strand. Auf Arenshoop. Es ist so blau, dass man die Möwen schreien hört und das Rauschen der schwarzblauen Wellen. Es riecht nach Tang, und Fisch. Es ist das kreative Echo einer lang andauernden Liebe, einer Leidenschaft – der von Volker Grahn zu jenem Ort auf dem Darß, der ihm sein halbes Leben nun schon Muse ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>(Repro: „Am Strand von Arenshoop/Darß“ – 2010, Öl, 75 cm x 75 cm)</em></p>
<p>Das besagte Bild entstand im Winter 2010/11. Damit es vollkommen austrocknet, ruhte es ein Jahr. Und wohl auch, damit Grahn es öffentlich zeigen kann. Er tut sich damit eher schwer: „Ich bin nicht sonderlich talentiert.“ Was bei anderen nach Koketterie klingt, ist Grahn pur: Zwei Seelen streiten permanent in ihm um die Vorherrschaft. Die des Künstlers UND die des Kaufmanns.</p>
<p>Der Kaufmann Grahn besitzt mehr Erfahrung. Jene aus 23 Jahren Gastronomie. 1985 hatte aber sein künstlerisches Alter ego das Gastgewerbe satt. „Es war Maldruck da“, erinnert sich Grahn. Der wird zunächst mit Schultempera auf Hartfaser abgearbeitet. Noch unbestimmt Technik und Handschrift. Dem Realisten, der er immer noch ist, war aber damals schon klar: „Wissend, das alles schon mal da war, geht man zunächst den Weg des geringsten Widerstandes …“ Grahn probiert sich aus. Doch eigenes künstlerisches Werk nährt den Mann nicht noch die Familie.</p>
<p>Aber er beherrscht ja die Kunst des Handelns! Deshalb versteht er sich dann auch aufs Handeln mit Kunst. Vor allem mit der anderer, Jener, die verfemt waren. Denen die offiziellen Galerien verwehrt blieben. „Dieses Milieu hat mich interessiert.“ Der Kunst(ver-)kaufmann Grahn ist damit erfolgreich. Auch geduldet, weil dem Staate über den grauen Markt so Dinge zukommen, die sich in Devisen ummünzen ließen.</p>
<p>Mit der ihm eigenen Beharrlichkeit, womöglich auch Sturheit, erkämpft sich Grahn in den Jahren seinen unverwechselbaren Stil. Nie besucht er eine Kunstschule, keinem Malzirkel gehört er je an. Aber von Künstlern wie dem Friedrichrodaer Werner Schubert-Deister oder dem Weimarer Hans Winkler lässt er sich inspirieren. Ohne sich prägen zu lassen.</p>
<p>Unverkennbar „Grahn“ sind seine Ölbilder. Er malt sie nicht, er spachtelt. Das macht diese Seh-Landschaften erhaben, verleiht ihnen eine weitere Dimension. Schicht auf Schicht wachsen die Bilder dem Betrachter entgegen, aus den schlichten Holzrahmen hinaus.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111203-volker-grahn-a-tn.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1332" title="111203 Volker Grahn A tn" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111203-volker-grahn-a-tn.jpg?w=300&#038;h=232" alt="" width="300" height="232" /></a>Grahns Collagen tun das sowieso. Er liebt sie geradezu. Auch dafür, dass sie schnell zu vollenden sind, „ist das Material gut, was man hat“. Wie etwa Müll vom Strand der Kanaren, zum Entsetzen seiner Frau Rena mitgenommen. Oder Reste von Sauerkrautplatten und seines DDR-Fernsehers, die er 1993 zu einem Triptychon komponiert. Das zeigt Grahn erstmals in seiner Geburtstags-Werkschau.</p>
<p>Der Tabarzer malt übrigens auf Fahnenstoff; gekauft im vorigen Jahrtausend. Für 25 Mark der DDR den Ballen. Davon hat er immer noch etliche liegen. Ausreichend „für den Rest des Lebens“. Es amüsiert ihn selbst, wie er das sagt. „Der Rest des Lebens …“ Der ist sicher rastlos wie bisher. Grahn wird sommers auf dem Darß sein und winters wüten. Mit Öl auf dem Stoff aus dem vorherigen Leben. Sich seine azurblauen Fantasien aus dem Leib spachteln. Schmetternde Farbfanfaren anstimmen. Immer und immer wieder.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111203-volker-grahn-b-tn.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1333" title="111203 Volker Grahn B tn" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111203-volker-grahn-b-tn.jpg?w=640" alt=""   /></a></p>
<p><em>Grahn ist technisch entschleunigt: Auf der alten „Olympia“ schreibt er immer noch die Infos zu den ausgestellten Bildern.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Ausstellung „Arenshooper Impressionen – Ölbilder, Arbeiten auf Papier, Collagen“ ist vom 20. Dezember 2011 bis 28. Februar 2012 in der „Galerie Grahn“ in Tabarz, Heinrich-Hoffmann-Straße 6a, zu sehen.</p>
<p><em>(Beitrag, für die OTZ geschrieben, dort am 12. Dezember erschienen)</em></p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/11212-otz-grahn.pdf">11212 OTZ Grahn</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1330/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1330&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Oscar-Kolumne: Schlussstrich</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 11:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/024878e39e1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1344" title="024878e39e" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/024878e39e1.jpg?w=212&#038;h=300" alt="" width="212" height="300" /></a>Super, Mario! Endlich einer, der sein Wort hält! Es war nicht die erste Botschaft, die Meister Schiefelbein als neuer oberster Residenzstadt-Vermarkter verkündete. Aber sie kam bald und bestimmt: Er sei gekommen, um nicht zu bleiben. Drei Jahre gab er sich und der Stadt. Kein schlechter Plan für einen Kreativen. Mindert die Gefahr, sich zu guttenbergen.</p>
<p>Der Mann hat was bewegt. Und geht, da sein Stern hell strahlt. Heller allemal als die illuminierenden weihnachtlichen Farb-Misteln. Anno 2011 kann man den Eindruck gewinnen, sie wären recht lust- und planlos in die kahlen Bäumen gepfercht.</p>
<p>Loszulassen ist eine Kunst, die nur wenige können. Schiefelbein erfindet sich zudem regelmäßig neu. Ab Frühjahr darf er sich daher „tieeeef im Wehesten“ Grönemeyers „Boooochum“ annehmen. Ich wünsch’ ihm dabei allen Erfolg dieser Welt!<span id="more-1337"></span></p>
<p>„Zügig eine Nachfolgelösung suchen“ will nun Gothas OB. Indes, die Latte hängt hoch. „Gotha adelt …“ &#8211; in dem Falle auch und vor allem seinen Meister.</p>
<p>Ich finde es übrigens sensationell, dass die hiesigen Hoteliers sich der Marke bemächtigen. Ein wenig abgewandelt, prangt das Versprechen „Gotha adelt … seine Gäste!“, ergänzt um die Zeile “Keine Übernachtungssteuer!“, ab sofort auf jeder Geschäftspost der professionellen Teilzeit-Gastgeber. Diese klare Botschaft verstehen Reiseveranstalter, Firmen und auch Privatreisende, keine Frage! Gotha ist nun entlang der A 4 in Thüringen die einzige Stadt, die auf die miese Matratzen-Maut verzichtet.</p>
<p>Nicht meckern, machen. Das ist das Motto. Und wahrlich eine neue Qualität. Nach erfolgreicher Meuterei gegen Käpt’n Kreuch und seine Bettensteuer verzichten obendrein Neher, Seibicke, Döbbeler &amp; Co. aufs Kielholen. Im Gegenteil &#8211; statt das Fell des Bären zu versaufen, reichen sie versöhnlich die Hand. Ihr Plan: Mit Stadt(verwaltung), den kulturellen Institutionen und Partnern, die den Fremden Verkehr – per Bus oder Bahn &#8211; anbieten können, attraktive Pakete schnüren. Als Touristen zahlen wir doch alle gern, wenn wir ehrlichen Mehrwert bekommen, oder?</p>
<p>Gothas gar nicht vergnatzte gewerbliche Gastgeber gehen damit gnädiger mit Kreuch um als seine Leibgardisten. Seit 1990 bin ich hier. Ich habe seither aber noch nie erlebt, dass ein Bürgermeister oder ein Landrat – wer und wo auch immer das war! – von der eigenen Fraktion (zudem auch noch öffentlich!) im Stich gelassen wurde: Via „Thüringer Allgemeine“ und TLZ wuschen die Koalitionäre von SPD und Bündnis 90/Die Grünen ihre Hände in Unschuld. Den Steuer-Plan habe allein der Steuermann und seine Verwaltungs-Entourage ausgeheckt.</p>
<p>Ja, wahre Freunde erkennt man eben immer in der Not!</p>
<p>Oh, welch gelungenes Stichwort! So ging es mir nämlich auch mit einem Herrn Sch. aus Gotha. Der Bursche versteht sich beruflich wie privat aufs Verlegen. Professionell, was dieses Magazin betrifft. Im sonstigen Leben auch, denn da ist er häufiger am Suchen.</p>
<p>Nicht immer erfolgreich. Wohl deshalb entfiel ihm auch ein Deal, den wir hatten. Er tat deshalb öffentlich kund, dass ich jüngst 50 Jahre wurde, mithin die Halbzeit meines Lebens erreicht habe. Ich hingegen konnte Klappe und Tinte halten, schrieb kein Wort darüber, dass er – ebenfalls vor Kurzem &#8211; in den Hafen der Ehe eingelaufen war.</p>
<p>Aber zurück zu Mario Schiefelbein und seine Drei-Jahres-Pläne. Noch einen Vorteil erkenne ich – sie bewahren offensichtlich vor Betriebsblindheit und davor, sich an sich selbst zu berauschen.</p>
<p>Deshalb nehme ich mir auch ein Beispiel an ihm:  Dies ist seit 2002 die 100. Kolumne. Und deshalb hier definitiv Schluss!</p>
<p>P. S. Für dieses Jahr!</p>
<p><em>(Kolumne, erschienen im „Oscar am Freitag“, Ausgabe Gotha, vom 16. Dezember 2011)</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1337/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1337&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>„Gotha adelt!“ Europas Hotellerie</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 11:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[GOTHA. Es gibt Auszeichnungen, die kann man sich sonst wohin stecken: Etwa ein Foto vor der Truppenfahne. Anders ist es, wird man „Hotel des Jahres“. Diese Ehre widerfuhr erstmals dem Team des Quality Hotel „Am Tierpark“. Ausgezeichnet wurden zudem das &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2011/12/13/%e2%80%9egotha-adelt-europas-hotellerie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1346&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GOTHA. Es gibt Auszeichnungen, die kann man sich sonst wohin stecken: Etwa ein Foto vor der Truppenfahne. Anders ist es, wird man „Hotel des Jahres“.</em></p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111130-quality-c-tn.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1347" title="111130 Quality C tn" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/12/111130-quality-c-tn.jpg?w=230&#038;h=300" alt="" width="230" height="300" /></a>Diese Ehre widerfuhr erstmals dem Team des Quality Hotel „Am Tierpark“. Ausgezeichnet wurden zudem das Quality Hotel München Messe und das Quality Hotel Varese (Italien).</p>
<p>Die Fachpresse berichtete. In Deutschland, der Schweiz und Österreich bekamen über 18.000 Geschäftskunden der Kette, zu der das Hotel gehört, diese 1-A-Empfehlung frei Haus per Newsletter. „Bei Sauberkeit und Sicherheit setzten die Gothaer Maßstäbe, die wir jetzt europaweit für all unsere Partner nutzen können“, kündigte Margit Hug, Geschäftsführerin der Choice Hotels Franchise GmbH München, bei der Übergabe des Preises an. „Gotha adelt“ – nun also auch europaweit die Hotellerie.</p>
<p>Ganz anders der Blick von Quality-Empfangschefin Ramona Geestmann: Philosophie des Hauses sei stets, höchste Qualität zu bieten. Treibend dafür war und ist Hotelinhaberin Hannelore Neher. Dafür gab es schon 2000 den Preis als „Managerin des Jahres“. Jetzt folgt nun „eine Würdigung der Anstrengung aller“, freut sich die Managerin.</p>
<p>Qualität biete man zuallererst natürlich im Interesse der Gäste. Darum jeden Tag zu ringen, wäre aber ebenso unverzichtbar fürs Funktionieren des Teams. Dafür sei der Blick von außen wichtig, der Draufblick, den die jährlichen „Quality-Checks“ bringen.</p>
<p>Wobei Draufsicht sogar wörtlich zu nehmen ist: Ulrike Settele, studierte Tourismusbetriebswirtin und seit vier Jahren bei Choice Hotels für die Franchise-Partner zuständig, ist die unbestechliche Kontrolleurin. Ihre 1,85 m Körpergröße kommen zupass. Wo andere mühsam die Leiter der Erkenntnis erklimmen müssen, hat sie längst schon das Maß der Dinge ergründet.</p>
<p>Die Kontrollen der betroffenen 78 Hotels in Deutschland, Italien, Tschechien, Polen und der Schweiz nehmen sie drei Monate in Beschlag. Und obwohl sie sich ankündigt, fördert sie immer wieder Überraschendes zu Tage. „Dinge, die im Alltagsgetriebe untergehen wie ein fehlender Kugelschreiber in der Begrüßungsmappe oder ein veralteter Hotelkatalog der Gruppe“, erinnert sich Ramona Geestmann an die jüngsten Schrecksekunden.</p>
<p>Geprüft wird nach Erfahrungen aus rund 6.000 Hotels der Choice-Kette weltweit. Die Standards sind aber den Bedürfnissen in den Regionen angepasst: „Europäische Gäste werten die Sauberkeit im Bad höher als die Tatsache, dass es eine Tagesdecke gibt oder eine bestimmte Anzahl von Kopfkissen.“</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1346/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1346&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Thüringen Philharmonie Gotha: Klar Schiff im Kulturhaus</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 17:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Fliegende Holländer]]></category>
		<category><![CDATA[Edvard Grieg]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Gynt]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten der Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanos Tsialis]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen Philharmonie Gotha]]></category>

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		<description><![CDATA[GOTHA. „Das war cool.“ Jannik ist noch ganz aufgedreht, als er an der Hand seines Großvaters Ronald aus dem Gothaer Kulturhaus kommt. Opa und Enkel hatten beim „Fliegenden Holländer“ angeheuert. Erfuhren deshalb auch, was es mit dem „Fluch der Karibik“ &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2011/11/01/thuringen-philharmonie-gotha-klar-schiff-im-kulturhaus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1322&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/11/090917-jugendkonzert-002.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1323" title="090917 Jugendkonzert 002" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/11/090917-jugendkonzert-002.jpg?w=300&#038;h=199" alt="" width="300" height="199" /></a>GOTHA. „Das war cool.“ Jannik ist noch ganz aufgedreht, als er an der Hand seines Großvaters Ronald aus dem Gothaer Kulturhaus kommt. Opa und Enkel hatten beim „Fliegenden Holländer“ angeheuert. Erfuhren deshalb auch, was es mit dem „Fluch der Karibik“ auf sich hat. Und mit &#8222;Peer Gynt&#8220; machten sie sich dann nach etwas mehr als einer Stunde auf die „Heimkehr“. Zurück nach Gotha.</em></p>
<p>Die Thüringen-Philharmonie hatten Opa, Enkel und noch weitere Hundertschaften Wasserratten zur musikalischen Seefahrt eingeladen. Es war das erste von vier Kinder- und Jugendkonzerten dieser Spielzeit. Vollbesetzte Reihen im Kulturhaus zeigten, welch Anziehungskraft dieses Angebot hat – dem Vernehmen und manchem Autokennzeichen nach sogar über die Kreisgrenzen hinaus.</p>
<p>Wer sich mit Wagner an den Nachwuchs wagt, sollte auch den rechten Weg-Weiser haben: Diese Rolle war Käpt’n Stefanos Tsialis geradezu auf den Leib geschrieben. Nachdem er klar Schiff gemacht hatte, nahmen seine musikalischen Piraten kein Notenblatt mehr vorm Mund. Tsialis versicherte sich zudem der Komplizenschaft des Jungvolkes vorm Bug und ab ging die Reise! Immer ein Handbreit Rhythmus unterm Kiel und eine steife Klang-Brise in den Rahen durchquerte man das Notenmeer. Tsialis ließ dabei die Geister heulen und den Sturm. Seine feingeistigen Musiküsse gaben genauso perfekt den ruppigen Holländer, wie sie die Gefühle des jungen Mädchens Senta darstellen konnten. Hellauf begeistert waren die Leichtmatrosen in den Reihen, wenn Käpt’n Tsialis ihnen kurzzeitig das Kommando überließ.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/11/090917-jugendkonzert-020.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1324" title="090917 Jugendkonzert 020" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/11/090917-jugendkonzert-020.jpg?w=300&#038;h=199" alt="" width="300" height="199" /></a>Keine Atempause; Musik wird gemacht! Als der Holländer genug geflogen war, machten sich die Sound-Piraten über „Peer Gynts Heimkehr“ her. So gar nicht nordisch unterkühlt kam der Satz aus der „Peer Gynt-Suite“ Nr. 2 von Edvard Grieg über die Bordwand des Philhamonie-Flaggschiffs. Auch hier scheuchte Tsialis die Schüler in die Wanten, ließ sie hautnah die abenteuerlichen Seereisen von Peer Gynt erleben.</p>
<p>Dass die abschließende Suite aus dem Hollywood-Blockbuster „Fluch der Karibik“ den höchsten Wiedererkennungseffekt hatte, machte das Orchester wie den Mann am Pult nicht mutlos. Im Gegenteil: Mit Mann und Maus, allem Tuch, was die musikalische Takelage hergab, zog man eine schäumende Spur der Begeisterung durchs Kulturhaus.</p>
<p>Die Kinder- und Jugendkonzerte der Thüringen-Philharmonie sind immer ein Erlebnis. Und sie stehen allen offen, auch wenn sich natürlich zunächst das Orchester an Kindergärten und Schulen wendet. Die Konzerte firmieren in der neuen Spielzeit unter dem Motto „Ton an!“. Ein cleveres Wortspiel mit dem Namen des knuddeligen Maskottchens Anton.</p>
<p>Nach der Meeresfahrt lädt am 30. November Peter Iljitsch Tschaikowski zur „Nussknacker“-Suite. Zum dritten Konzert am 26. Januar sollen Brahms&#8217; Variationen über ein Thema von Joseph Haydn aufgeführt werden und das abschließende, vierte Konzert bietet die musikalische Geschichte von Max und Moritz nach einer Komposition von Gisbert Näther.</p>
<p>Das Gothaer Orchester engagiert sich seit Jahr und Tag musikpädagogisch. Das ist nicht selbstverständlich in Thüringen, wie Daniela Weyh, die in der Thüringen-Philharmonie die Öffentlichkeitsarbeit managt, erst kürzlich auf einer Tagung des Landesmusikrates Thüringen feststellen musste. Neben den vier Konzerten im Jahr – 2009 kamen dazu immerhin 3.000 Besucher! – sind die Orchestermusiker auch in Schulen und Kindergärten unterwegs und bieten frühmusikalische Erziehung. Drei Ensemble haben sich derweil dafür gefunden. Trotzdem gibt es eine Warteliste. Allemal ein Zeichen, wie begehrt diese Angebote sind!</p>
<p>Genau dieses Engagement war es auch, was die Raiffeisenbank Gotha honorieren wollte. Vorstand Heiko Wasserthal hatte bereits 2007 eine Initiative zur Unterstützung des Klangkörpers gestartet, als der damalige CDU-Kultusminister Jens Goebel plante, die Orchesterlandschaft Thüringens restlos zu roden. Daraus wuchs ein enger Kontakt zu den Philharmonikern, der 2008 in ein Sponsoring mündete: Mit 20.000 Euro, verteilt auf vier Spielzeiten, unterstützt die RaiBa seither die Kinder- und Jugendkonzerte. „Wir waren immer eine regionale Bank und werden es auch bleiben. Unser Engagement gilt der Region. Und unverzichtbar gehört dazu in Gotha eben auch das Orchester“, versicherte auf der Pressekonferenz zum Start der neuen Kinder- und Jugendkonzerte RaiBa-Vorstand Jürgen Hackethal auch weiterhin das Wohlwollen und die finanzielle Assistenz seines Hauses. „Aller guten Dinge sind drei …“, gab er deshalb den Musikern für die 2010er Saison mit auf den Weg und: „Toi, toi, toi!“</p>
<p><em>(geschrieben im September 2010, im Auftrag der Raiffeisenbank Gotha)</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1322/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1322&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">090917 Jugendkonzert 020</media:title>
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		<title>Oscar-Kolumne: Essen – der Sex des Alters</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 12:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
				<category><![CDATA["Oscar"-Kolumnen]]></category>
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		<description><![CDATA[Essen ist der Sex des Alters. Selten ist Volkes Weisheit so beschönigend wie ernüchternd. Dass das hier steht, sollte aber niemanden zu falschen Rückschlüssen animieren: Ich esse schon immer gern. Wie man mir ansieht … Und tatsächlich scheint eher in &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2011/10/28/oscar-kolumne-essen-%e2%80%93-der-sex-des-alters/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1310&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Essen ist der Sex des Alters. Selten ist Volkes Weisheit so beschönigend wie ernüchternd. Dass das hier steht, sollte aber niemanden zu falschen Rückschlüssen animieren: Ich esse schon immer gern. Wie man mir ansieht …</p>
<p>Und tatsächlich scheint eher in deutschen Küchen als in hiesigen Betten die Post abzugehen. Macht wenigstens die Koch-Show-Schwemme im Fernsehen glauben.</p>
<p>Unfassbar: Keine zwei Jahrzehnte ist’s her, da diese Nation mit großer Lust lahmende Lenden wieder zum Leben erwecken wollte!? Pionierarbeit leistete zunächst Hugo Egon Balder auf RTL, der heiße Früchtchen bei „Tutti Frutti“ (* 21. 01. 1990 &#8211; † 21. 02. 1993) präsentierte. Später durfte „Liebe Sünde“ sein und erfuhren wir, was „Wa(h)re Liebe“ ist.</p>
<p>Doch die öffentliche Lust an der Lust endete abrupt um die Jahrtausendwende. Ursache? Ergründete noch keiner. Aber der MDR und seine Schunkel-Zombies tragen wohl keine Schuld. Schließlich funkt der Dreiländer-Sender schon seit 1. Januar 1991. <span id="more-1310"></span></p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-11.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1312" title="Foto 1" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-11.jpg?w=204&#038;h=300" alt="" width="204" height="300" /></a>Doch in Gotha frönt man immer noch der Fleischeslust. Sogar öffentlich. Selbst an „Touristenblutwurst“ kann man sich hier laben &#8211; entdeckt in der Auslage im „Kaufland“. (Foto 1) Die nette Verkäuferin kriegte sich fast nicht mehr ein (allerdings deshalb dann auch kein erklärend’ Wort dazu heraus), als ich fragte, ob dafür ein Touristen-Mix verwurstet würde oder aber ob es ein landsmannschaftliches Reinheitsgebot gäbe.</p>
<p>Ich recherchierte deshalb beim Hersteller: „Touristenblutwurst“, so schrieb mir PR-Prinzessin Franziska Schutter, sei eine traditionelle Bezeichnung für „Speck“-Blutwurst, die in Baden-Württemberg „Schwarzwurst“ oder im Kölner Raum „Flönz“ hieße. Doch was man dafür im ostbayrischen Schwandorf durch den Wolf in der gleichnamigen Firma dreht, blieb dennoch Produktionsgeheimnis der Oberpfälzer.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1313" title="Foto 2" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-2.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a>Allgemein bekannt in Gotha ist hingegen, dass es am Neumarkt immer wieder freitags „frisches Hirn“ gibt. Eine bestens beleumundete Firma aus Aschara bietet es an (Foto 2). Leider ist das nicht die überraschende Lösung der europäischen Finanzkrise, auch wenn man offensichtlich ratlosen Politikern zurufen möchte: Spannt keinen Rettungs-Schirm, sondern verteilt künftig Rettungs-Hirn!</p>
<p>Könnte Weisheit tatsächlich mit Löffeln gefressen werden, käme uns das zudem enorm günstig: 1,90 Euro das Kilo kostet diese sehr spezielle Organspende.</p>
<p>Und als ob nicht aller guten Dinge drei sind …</p>
<p>Ich schwöre bei der Weihnachtsgans von 1986, an den Folgen deren Genusses ich heute noch zu tragen habe, dass sich dieses Trio skurriler kulinarischer Besonderheiten tatsächlich rein zufällig fügte. Die komplettierende Zutat fand ich im „Delphi“, was mir dann wie das selbige Orakel vorkam. Mein Weib, bekennende und ordentliche Bier-Trinkerin, orderte griechischen Gestensaft.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1314" title="Foto 3" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-3.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a>Zunächst beflügelte mich schon sein Name „Mythos“ zu wildesten Wortspielen. Da mich aber weniger dessen Geschmack und mehr sein Brauort interessierte, wendete ich die Flasche. Des Etiketts ansichtig werdend, brach ich – dem Herkunftsorte angemessen – in homerisches Gelächter aus: Dieses Gebräu stammt aus Sindos, nahe Tessalonikis.</p>
<p>Weder der „Delphi“-Wirt noch das Goethe-Institut zu Athen konnten mir allerdings erklären, warum das Bier als „Starköl“ firmierte.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1315" title="Foto 4" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/foto-4.jpg?w=300&#038;h=242" alt="" width="300" height="242" /></a>Erst meine schlaue Kollegin Anita Grasse entdeckte mir den am ehesten anzunehmenden Zusammenhang: Schwedisch und isländisch heißt Bier „öl“, norwegisch und dänisch „øl“, finnisch „olut“ …</p>
<p>Alles klar? Aus griechischem Blickwinkel liegt Deutschland eben eindeutig in Nordeuropa.</p>
<p>Na denn, Prost! Oder Vakhtanguri (griech.), Skål, (dän., isländ. und schwed.) oder Kippis (finn.)!</p>
<p><em>(Kolumne, erschienen im „Oscar am Freitag“, Ausgabe Gotha, vom 28. Oktober 2011)</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1310/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1310&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Spuren einer &#8222;Brandstiftung&#8220;</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 12:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz neu die Welt entdeckt. Das haben Schülerinnen und Schüler der Gothaer „Conrad Ekhof“-Schule. Was ihrer Fantasie entsprang und wie sie es kreativ umsetzten, lässt sich – zu Teilen &#8211; seit Donnerstag in der Raiffeisenbank Gotha bewundern. Die Collagen, Grafiken, &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2011/10/14/spuren-einer-brandstiftung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1304&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ganz neu die Welt entdeckt. Das haben Schülerinnen und Schüler der Gothaer „Conrad Ekhof“-Schule. Was ihrer Fantasie entsprang und wie sie es kreativ umsetzten, lässt sich – zu Teilen &#8211; seit Donnerstag in der Raiffeisenbank Gotha bewundern. Die Collagen, Grafiken, Bilder, Drucke und Skulpturen sind bis Ende Oktober zu sehen.</em></p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111013-raiba-ausstellung-015.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1305" title="111013 RaiBa Ausstellung 015" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111013-raiba-ausstellung-015.jpg?w=283&#038;h=300" alt="" width="283" height="300" /></a>Astrid Marold ist eine Brandstifterin. Eine, von der es nicht genug geben kann. Sie befeuert die Fantasie ihrer Schüler. Bläst so lange in die Glut, bis die Flammen der Kreativität züngeln. Schon zwanzig Jahre tut sie das. Und wirkt so gar nicht ausgebrannt. Das ist ihr Geheimnis, ihre Gabe. So inspiriert die Kunsterzieherin zu künstlerischen Höhenflügen: Schüler der 5. Klasse schufen bei ihrer „Entdeckungsreise in die Steinzeit“ erstaunliche Tonarbeiten. Neuntklässler wie Celine Geißler, Sarah Göring und Luisa Hunger erleben „Verwandlungen“, wenn sie von ihren Gesichtern Gipsmasken abnehmen und sie dann bemalen. Einen Tribut, eine eigene Sicht auf die Moderne ist zu sehen. Hundertwasser darf natürlich auch nicht fehlen.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111013-raiba-ausstellung-008.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1306" title="111013 RaiBa Ausstellung 008" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111013-raiba-ausstellung-008.jpg?w=300&#038;h=275" alt="" width="300" height="275" /></a>Kurz; Marolds Inspirationskraft  erstaunt. Und ist genre-übergreifend. Denn die neue Ausstellung in der RaiBa „Junge Künstler entdecken die Welt“ begann nicht einfach: Sie wurde in Szene gesetzt. Zunächst okkupierten dafür Linde und Laura Joost sowie Phillip Parche kurzerhand die Lobby für ihren getanzten Traum zur „Nacht“. Der gehört zu den „Vier Tageszeiten“; einem Stück, einstudiert in ihrem Schulfach „Darstellen und Gestalten“.</p>
<p>Ohne sich vom geschäftigem Treiben beeindrucken zu lassen, entführten sie in eine Fantasiewelt. Das war surreal! Während manch Bankkunde stoisch dem Schalter zusteuerte, wichen andere irritiert aus. Einige aber schauten zu; erstaunt, begeistert. Ein junger Mann bannte die kurze Szene aufs Handy, bedankte sich gar beim Gehen …</p>
<p>Man spürt, Astrid Marold nimmt sich Zeit. Bei ihren Schülern. Auch beim Erstkontakt in der Bank. Da sprach sie nicht nur das Wie und Wann ab. Sie erkundete auch ausgiebig jenen Ort, an dem die Werke ihrer Eleven zu sehen sein sollten. Dessen Dimensionen, das Spiel von Licht und Schatten – all das ergründete sie. Mit überwältigendem Ergebnis: Denn es ist keine simple Ausstellung. Es ist eine Installation. Selten fügten sich die Bilder, die Arbeiten in den Vitrinen, die gerahmten und ungerahmten Schau-Stücke so harmonisch ins Ganze. Selten stachen sie so ins Auge. waren so präsent.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111013-raiba-ausstellung-031.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1307" title="111013 RaiBa Ausstellung 031" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111013-raiba-ausstellung-031.jpg?w=300&#038;h=223" alt="" width="300" height="223" /></a>Das begeistert: Die RaiBa-Belegschaft, die schnell mit den jungen Künstlern ins Gespräch kam. Auch Ursula Kleemann. Nicht zufällig war die Referentin für Regelschulen im Schulamt da. Manuela Heimlich sowieso, weil die stellvertretende Schulleiterin sichtlich weiß, welche pädagogische Perle sie mit Astrid Marold im Kollegium hat. Sie schätzt auch die guten Bande, die Schulförderverein und  Genossenschaftsbank knüpften. Letztere gewährt manch finanzielle Unterstützung, bringt Praxis in den Unterricht. Dafür revanchierte man sich jetzt kreativ: „Genau das macht Kooperation aus, dass man gibt – und dafür dann auch bekommt“, beschrieb Manuela Heimlich das verbindende Moment, das echte Partnerschaft ausmacht.</p>
<p>Dafür scheint dann auch kein Aufwand zu groß; selbst wenn wegen der Aktion in der Raiba fast alle Werke neu gerahmt werden mussten. Und fürs letzte Quäntchen Perfektion schlug auch Linda Staffel ihrer Höhenangst ein Schnippchen. Eben erst das Studium in Erfurt beendet, wagte sich Marolds junge Kollegin in luftige Höhen. Richtete beim Aufbau das Seilsystem, mit dem die Bilder und Grafiken auf Augen-Kontakt gebracht werden.</p>
<p>Mehr Bilder hier: <a href="http://url9.de/fzK" target="_blank">http://url9.de/fzK</a></p>
<p>(Beitrag, geschrieben für die Raiffeisenbank Gotha eG)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aschenbrenner61.wordpress.com/1304/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1304&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schräge Schrägen und Muskel-Männer</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 08:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karsten Langguth ist cool. Der stemmt sogar Geldautomaten! Zugegeben: Schiebung war im Spiel, als er die fast eine Tonne schwere Kiste über die Kinderwagen-Rampe ins Kundencenter der Raiffeisenbank in Gotha wuchte. Doch während andere gestandene Mannsbilder sich sichtlich nach Leibeskräften &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2011/10/13/schrage-schragen-und-muskel-manner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1298&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Karsten Langguth ist cool. Der stemmt sogar Geldautomaten! Zugegeben: Schiebung war im Spiel, als er die fast eine Tonne schwere Kiste über die Kinderwagen-Rampe ins Kundencenter der Raiffeisenbank in Gotha wuchte. Doch während andere gestandene Mannsbilder sich sichtlich nach Leibeskräften mühten, geriet „Zugpferd“ Langguth nicht einmal ins Schwitzen.</em></p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111011-raiba-gaa-tausch-036.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1299" title="111011 RaiBa GAA-Tausch 036" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/10/111011-raiba-gaa-tausch-036.jpg?w=300&#038;h=261" alt="" width="300" height="261" /></a>Das Muskelpaket kam zum Einsatz, weil die Bank in Gotha ihren Service erweitert. Die neue Maschine füllt nämlich Portemonnaies &#8211; und kann sie erleichtern: Das Ding zahlt aus und nimmt Geld entgegen. Deshalb verlieren die freundlichen Frauen am Schalter aber nicht ihren Job. Es ist eher eine Entlastung für sie. Sie haben mehr Zeit für individuelle Beratung. Und schon deshalb lohnt die Investition von rund 50.000 Euro.</p>
<p>Eigentlich ist alles auch ganz einfach: Alten Geldautomat ausbauen, neuen einbauen, anschließen. Fertig. Der Zeitplan dafür passt auf ein kariertes DIN A4-Blatt. Und trotzdem hatte Dominic Scheel Lampenfieber. Schließlich ist er gerade einen Monat bei der RaiBa. Weil aber Thomas Peruth, der Chefdompteur der Bank-EDV, eine Auszeit nimmt, hatte der Neuling gleich diese durchaus heikle Mission an der Backe.<span id="more-1298"></span></p>
<p>Heikel deshalb, weil er dafür vier Firmen koordinieren musste. Zunächst hatte Michael Günther, Hesse und Spezialist im Ab- und Aufbauen von Geldautomaten, seinen Auftritt. Keine Stunde und einer der beiden Gothaer Geldspeier war auf seinem LKW. Den chauffierte er dann in die RaiBa-Filiale in Mechterstädt. Dort ersetzte der stahlblecherne Automat einen Artgenossen mit deutlich kleinerem Euro-Speicher. Der neue „alte“ muss jetzt weniger häufig nachgeladen werden. Das spart Kosten.</p>
<p>Noch während Günther seine Habseligkeiten zusammenklaubte, rückten seine Berufskollegen Thorsten Offermann und Michael Haseloff an. Die Jungs von der Firma Ed. Sprenger Metall- und Apparatebau GmbH kamen deshalb, damit die Mechterstädter Tauschaktion parallel zum Einbau in Gotha stattfinden konnte. Effizient für die Berliner wurde der Thüringen-Trip zudem, weil sie am Nachmittag noch einen Job bei einem Geldinstitut in Gothas Querstraße hatten.</p>
<p>Solch terminliches Feintuning ist Sache von Kai Henniges. Er betreut die Selbstbedienungstechnik der Thüringer Volks- und Raiffeisenbanken. Henniges arbeitet für die Technology Services GmbH (TSG), hat sein Büro in Erfurt. Ihm oblag es, die beiden Automaten in Betrieb zu nehmen, die Vernetzung mit den Datenverarbeitungssystemen und den Rechenzentren herzustellen.</p>
<p>Den funkelnagelneuen Ein- und Auszahler vom Weltmarktführer Wincor Nixdorf lieferten Klaus-Dieter Saul und Karsten Langguth &#8211; exakt nach Zeitplan. Sie mussten sich aber eine Weile gedulden: Der neue Automat ruht auf einem Stahlprofilrahmen – zum einen wegen der Stand- und Diebstahlfestigkeit. Zum anderen, damit alles im Lot ist und perfekt funktioniert. Bevor aber Thorsten Offermann den Fliesenboden „löchern“ konnte, musste geklärt werden, dass weder Fußbodenheizung noch sonstige Versorgungsleitungen seinem großen Bohrhammer im Wege sind. Dafür griff sogar Vorstand Jürgen Hackethal zum Hörer. Minuten später lag Offermann eine entsprechende Bauzeichnung von Haus- und Hof-Architekt Manfred Lehniger vor.</p>
<p>Dann kam Karsten Langguths großer Auftritt: Zunächst sicherte er und sein Kollege mit Siebdruck-, auch bekannt als Multiplex-Platten, die Auffahrt, damit sich das enorme Gewicht verteilte. Dann kamen ein schlichter Hubwagen, ein extrabreites Möbelpacker-Geschirr, ein paar Holzkeile und Langguths schiere Kraft zum Einsatz. 978 kg wog der Automat, den der gebürtige Berkaer – verstärkt von seinem Kollegen Saul, den Berlinern Offermann und Haseloff sowie TSG-Mann Henniges &#8211; die Rampe hochzog. Zweimal musste man Anlauf nehmen; dann aber dauerte es keine Minute, die kolossale Last zu bewältigen. Dabei erschloss sich dann auch dem Letzten, warum die Schräge in solch robuster Bauweise errichtet worden war.</p>
<p>Langguth ist eigentlich gelernter Bäcker. Wegen seines Faibles fürs Krafttraining verdiente der 1975 Geborene sich aber seine Brötchen alsbald nicht mehr beim Backen, sondern beim Zupacken, wurde Türsteher. Seit einiger Zeit arbeitet er bei der Bad Hersfelder Filiale der Speditionsfirma Wincanton. Die bucht den 165-kg-Recken, der jetzt in Eisenach lebt, bevorzugt für die besonders schweren Brocken.</p>
<p>Übrigens: Michael Günther kam am frühen Morgen dem ausgebauten Geldautomaten allein bei. Deshalb, weil er eine „Ameise“ dabei hatte – einen elektrisch betriebenen Hubwagen der Hamburger Firma Jungheinrich.</p>
<p>Bilderschau hier: <a href="http://bit.ly/p1T3xg" target="_blank">http://bit.ly/p1T3xg </a></p>
<p>(Beitrag, geschrieben für die Raiffeisenbank Gotha eG)<a href="http://bit.ly/p1T3xg" target="_blank"><br />
</a></p>
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		<title>MDR-Intendantenwahl: Auch einem Ende kann ein Zauber innewohnen …</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 07:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;"><em></em></span></p>
<p><em>Diesen 26. September vergisst Bernd Hilder nie: Der 52-jährige macht sich auf zur alten Leipziger Fleischhandelsbörse. Dort tagen 41 der 43 mdr-Rundfunkräte. Der Chefredakteur der „Leipziger Volkszeitung“ erwartet, dass sie ihn zum neuen Intendanten küren. Doch der einzige Kandidat für die Nachfolge von Udo Reiter findet bloß zwölf Befürworter &#8211; bei 29 Gegenstimmen. Hilder endet „wie auf einer Schlachtbank“, steht tags darauf in der „Sächsischen Zeitung“: </em></p>
<p>Rückblende: Am Abend des 26. Mai lässt mdr-Intendant Udo Reiter mitteilen, er werde zurücktreten. Das überrascht, hat der 67-jährige doch einen Vertrag bis 2015.</p>
<p>Der damalige BR-Hörfunkdirektor Reiter kommt 1991 aus München nach Leipzig, wird erster Intendant des „Mitteldeutschen Rundfunks“. Die Drei-Länder-Anstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geht ab 1. Januar 1992 auf Sendung. 1996, 2002 sowie 2008 wird Reiter im Amt bestätigt. Im aktuellen Vertrag fixiert er eine jederzeit anwendbare Ausstiegsklausel. Von der macht der damals dienstälteste Intendant einer ARD-Anstalt im Mai 2011 Gebrauch: Weil er seit 45 Jahren im Rollstuhl sitze, was „gesundheitliche Spuren“ hinterlassen habe. Und weil 20 Jahre „genug“ wären, es an der Zeit sei, „den Staffelstab an die nächste Generation weiterzugeben&#8220;. Das lässt Reiter per Pressemitteilung kundtun. Bittet Verwaltungsratsvorsitzenden Gerd Schuchardt um Aufhebung seines Dienstvertrages im Laufe des Jahres. Man einigt sich schnell &#8211; und auf den 31. Oktober.</p>
<p><strong>„Keine besonderen Anforderungen“</strong></p>
<p>Bis dahin ist die Nachfolge zu regeln. Ein straffer Zeitplan wird aufgestellt: Im Spätsommer sollen die sieben Verwaltungsräte Kandidaten küren, anschließend die 43 Rundfunkräte ihre Wahl treffen.</p>
<p>Manch Beobachter verblüfft das Tempo. Schließlich gilt es, die Stelle des einflussreichsten Medien-Managers Mitteldeutschlands zu besetzen: Der MDR hat laut seinem „Geschäftsbericht 2010“ Einnahmen 728,2 Mio. Euro. Der Anteil aus Gebühren beträgt nach dem „GEZ-Geschäftsbericht 2010“ 575,5 Mio. Euro. Ihm zu Diensten sind rund 2.000 feste und 4.000 freie Mitarbeiter.<span id="more-1292"></span></p>
<p>Anders als Laien und mediale Öffentlichkeit vermuten würden, lassen Unschärfen im MDR-Staatsvertrag keine eineindeutige Aussage zu, ob die Intendantenstelle auszuschreiben ist. Für alle Eventualitäten lässt die sächsische Staatskanzlei aber im Juli eine Expertise anfertigen. Im Gutachten des Leipziger Juristen Prof. Dr. Christoph Degenhart heißt es u. a., der MDR-Staatsvertrag nenne „keine näheren persönlichen Voraussetzungen für die Wahl zum Intendanten“ und lege „keine besonderen Anforderungen“ an ihn fest.</p>
<p>Eine Ausschreibung hingegen erfordere solche Eignungskriterien oder Anforderungen. Und dies, so Degenhart, könne die Entscheidungen von Verwaltungs- und Rundfunkrat beeinflussen und deren Sicht „verengen“.</p>
<p>Nun schimmerte bei manchem Kommentator zwischen den Zeilen der Vorwurf, Degenhart habe ein Gefälligkeitsgutachten fabriziert, weil die Dresdner Staatskanzlei Auftraggeber war. Das ist unredlich: Der Direktor des Instituts für Rundfunkrecht an der Universität Leipzig ist Autor zahlreicher Publikationen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und war von 1998 bis 2010 sachverständiges Mitglied des Medienrates der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM).</p>
<p><strong>Biedenkopfs beste Beute</strong></p>
<p>Wohl auch angesichts dieses gutachterlichen Schwergewichts kommt kein Widerspruch gegen das doch sehr spezifische (Aus-)Wahlverfahren aus den Staatskanzleien in Erfurt und Magdeburg. Wie so oft in der Geschichte des MDR. Betrachtet man ihn doch schließlich nicht ohne Grund als sächsisches Beutegut.</p>
<p>Maßgeblich wird seine Gründung von Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und dessen Apparat vorangetrieben. Weder die Amtsbrüder Gerd Gies (Sachsen-Anhalt) noch Josef Duchač (Thüringen) können damals „König Kurt“ das Wasser reichen. Heimlicher Vater des MDR und treibende Kraft bei der Aushandlung des Staatvertrages ist Herbert Goliasch. Andreas Raabe beschreibt in seinem Beitrag in der ZEIT „Schwarz wie die Macht“, wie der damalige Chef der CDU-Landtagsfraktion in Dresden so gewieft wie erfolgreich die Vorgaben aus Biedenkopfs Staatskanzlei exekutiert.</p>
<p>Dafür macht man sich sogar den Einigungsvertrag zunutze. Der fordert, den DDR-Rundfunk bis zum 1. Januar 1992 komplett abzuwickeln. Ersetzen sollen ihn neue öffentlich-rechtliche Sender. Mit diesem Zeitdruck sei mehrfach legitimiert worden, Entscheidungen durchzupeitschen. So wird im Frühjahr 1991 ein „Rundfunkbeirat“ mit neun Mitgliedern &#8211; je drei aus jedem Bundesland &#8211; etabliert. Dieses so kleine wie einflussreiche Gremium wählt dann den Gründungsintendanten und die ersten MDR-Direktoren.</p>
<p>Kirchen, Gewerkschaften, Berufsverbände etc. seien noch im Aufbau, ihr Organisationsgrad zu gering. So argumentieren Biedenkopf &amp; Co., um diese Kräfte außen vor zulassen, schreibt Raabe. Deshalb wird der Gründungsbeirat mit Parlamentariern bestückt.</p>
<p>Diese schon damals verhinderte Staatsferne ist Quell allen MDR-Übels: Sie zementiert eine besondere Tonalität zwischen Politik und Sender, findet Niederschlag bis heute in der Definition, was „Staatsferne“ in der Lesart des MDR ist. Andreas Raabe beschreibt im „Journalist“ (Ausgabe 9, 2011) detailliert auch die von Beginn an gepflegte „fatale Verstrickung konservativer Kumpel-Netzwerke mit altgedienten DDR-Unterhaltungs- und Fernsehleuten“.</p>
<p>Diese etwas andere „private public partnership“ ließe sich auch mit „Pleiten, Pech und Pannen“ ins MDR-Deutsch übersetzen: Mangelhafte interne Kontrollen führen nahezu folgerichtig zu den „Pleiten“ bei Geldanlagen wie 2000 mit Ecuador- und 2002 mit Argentinien-Anleihen. 2009 werden weitere Verluste durch Investments in riskante Wertpapiere bekannt. „Pech“ hat man auch mit führenden Mitarbeitern wie Sportchef Wilfried Mohren, KiKa-Manager Marco Kirchhof und Unterhaltungschef Udo Foht. Die liefern Schlagzeilen, weil sich wegen deren dubioser Finanzgebaren Justitia für sie interessiert. Und nicht zuletzt passieren regelmäßig Stasi-„Pannen“. Da mutet es beinahe schon kafkaesk an, dass 1998 auch MDR-Geburtshelfer Herbert Goliasch als Stasi-IM „Henri Guhl“ enttarnt wird.</p>
<p>Es zeigt sich: Strukturelle Schwächen des MDR wurden in seine Wiege gelegt.</p>
<p><strong>Suche nach einem Sisyphus</strong></p>
<p>Alles in allem gehört auch das zum Erbe von Prof. Dr. Udo Reiter. Eine wahrlich würdige Aufgabe für Titanen, es zu stemmen. Allerdings auch fürstlich entlohnt mit einem Jahresgehalt von gut 280.000 Euro – immerhin rund 20.000 Euro mehr als Kanzlerin Merkel bekommt.</p>
<p>Trotzdem ist die Liste der Namen, die nach Reiters Rücktritt als Kandidaten gehandelt werden, erstaunlich kurz.</p>
<p>Am Ende stehen nur noch Bernd Hilder, die stellvertretende MDR-Intendantin Karola Wille und der Vize-Fernsehdirektor des WDR, Helfried Spitra, auf dem Papier des Verwaltungsrates.</p>
<p>Letzterem fehlt offensichtlich der Stallgeruch. Die 52-jährige Karola Wille machte sich ARD-weit als Managerin einen Namen. Wohl aber auch außerhalb diverse Feinde: Der „Spiegel“ lässt sich instrumentalisieren und eröffnet die Treibjagd, bemüht Passagen ihrer Dissertation aus DDR-Zeiten, um sozialistische Linientreue zu beweisen. Selbst ihre einstige Ehe mit einem Militärstaatsanwalt muss herhalten, um ihr Ansehen zu beschädigen.</p>
<p>Was folgt, ist eine Farce: Wegen der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit quälen sich am 24. August die Verwaltungsräte durch vier Urnengänge. Dann erst obsiegt mit fünf der sieben Stimmen Hilder – der erklärte Favorit des scheidenden Intendanten und der sächsischen Staatskanzlei.</p>
<p>Die fünf Stimmen sind erklärlich: Fünf der sieben Wahlmänner stehen der CDU nahe oder sind deren Mitglied, wird Verwaltungsrat Jürgen Weißbach in der „Mitteldeutschen Kirchenzeitung“ zitiert. Sie sind es dann auch, die hektisch in den Pausen telefonieren, bestätigt Verwaltungsrats-Chef Gerd Schuchardt später frustriert.</p>
<p>Diese bemerkenswerte Kür scheint das Maß des Erträglichen zu überschreiten: Öffentlich wird die Kandidaten-Kür, das Wahl-Procedere, des Favoriten fachliche Eignung und seine wie auch immer ausgeprägte Nähe zur CDU debattiert.</p>
<p>Einmalig in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Der MDR-Gesamtpersonalrat schreibt am 16. September den Rundfunkräten. Man wolle so „die Erwartungen und Hoffnungen der Beschäftigten an einen neuen Intendanten, aber auch ihre Bedenken zum Vorschlag des Verwaltungsrates“ verständlich machen.</p>
<p>Der Brief fasst zusammen, welche Anregungen MDR-Mitarbeiter binnen drei Tagen dem Personalrat übermittelten. Dazu war am 12. September via MDR-Intranet aufgerufen worden.</p>
<p>„Politische Unabhängigkeit“ und „möglichst breit gefächerte Erfahrungen im öffentlich-rechtlichen Aufgabenspektrum“ wird gefordert. Dass der künftige Intendant nach öffentlicher Ausschreibung und nach „nachvollziehbarem Reglement“ gewählt werden, er „Visionen für die Entwicklung des MDR“ mitbringen solle und „klare Konzepte“, wozu die Analyse von Schwachstellen im MDR gehöre. Der Intendant möge Empathie und Führungsstärke besitzen, um die Mitarbeiter motivieren zu können und auch eine vorbildliche Unternehmenskultur verkörpern.</p>
<p>Das liest sich wie ein Gegenentwurf zu Hilder: Die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) unter ihm fällt kaum mit investigativer Berichterstattung auf, verliert Auflage und hat einen bemitleidenswerten Onlineauftritt. Wie schon beim „Göttinger Tageblatt“ dringt auch bei der LVZ die Kunde vom eher schlechten Betriebsklima nach draußen. Zusätzlich verunsichert der Austritt des Leipziger Zeitungsverlages aus der Tarifbindung im Sommer 2011 die MDR-Belegschaft. Unklar bleibt zudem bis zuletzt, mit welchem Konzept er die diversen Skandale im MDR aufarbeiten, Vorsorge treffen will, dass sie sich nicht wiederholen können.</p>
<p>Das vorenthält Hilder aber nicht nur der MDR-Belegschaft, sondern auch den Rundfunkräten.</p>
<p>Ganz zum Schluss schreibt die Magdeburger „Volksstimme“, er sei potenzieller Gebühren-Verweigerer. Samstag vor der Wahl veröffentlicht sie eine GEZ-Anmeldung. Die soll von Hilder und aus dem Jahr 2005 stammen &#8211; und wäre damit zwei Jahre nach seinem Umzug nach Leipzig ausgefüllt. 2003 ging der Chefredakteur des „Göttinger Tageblattes“ in gleicher Funktion zur „Leipziger Volkszeitung“ – beides Titel aus dem Hause Madsack, dem Hilder seit 1998 zu Diensten ist.</p>
<p>Neben der Frage nach gezahlten Rundfunkgebühren ist das Ja-Feld angekreuzt. Daneben steht handschriftlich „leider“. Ob – Datenschutz hin und her – das Formular echt ist, bleibt zwar offen. Aber Hilder, darauf von Wolfgang Marr, Rundfunkrat und Thüringer DJV-Landesvize, angesprochen, weicht aus, dementiert nichts. So, wie schon wegen der Vorwürfe, im Auftrag der sächsischen Staatskanzlei angetreten zu sein. „Transparenz sieht anders aus“, sagt Marr.</p>
<p><strong>„Opfer einer Fehleinschätzung“</strong><strong> </strong></p>
<p>Für all dies bekommt Hilder die Quittung. Mit Zwei-Drittel-Mehrheit beendet der Rundfunkrat das unwürdige Spiel. Das teilt ein Bote dem im Flur wartenden LVZ-Chef mit. Der verlässt darauf hochroten Kopfes die Arena seiner Niederlage. Wenig später lässt er über dpa ausrichten: „Schade. Gerne hätte ich dem MDR geholfen, aus seiner Krise herauszukommen.“ Was er wohl damit meinte? Plante er den Sender wie bisher zu verwalten, um möglichst schnell aus den Schlagzeilen zu kommen? Wollte er das Konzept seines Fürsprechers Reiter fortsetzen?</p>
<p>Hilder ist &#8211; wie es hinterher heißt &#8211; aber auch „Opfer einer grandiosen Fehleinschätzung“. Im Besonderen durch Sachsens CDU-Medienstaatssekretär Johannes Beermann. Der Chef der Dresdner Staatskanzlei glaubte offensichtlich, die Rundfunkräte würden nach seiner Pfeife tanzen. Dass es anders kam, überraschte den Strippenzieher von der Elbe derart, dass er unumwunden und erstmals öffentlich gegenüber der „Thüringer Allgemeine“ (Erfurt) zugab, Hilders Kandidatur unterstützt zu haben.</p>
<p>„Das war vernichtend“, zitiert die taz nach der Wahl deshalb auch Wolfgang Marr.</p>
<p><strong>Auch einem Ende kann ein Zauber innewohnen … </strong></p>
<p>Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, keimt Hoffnung: Das Ende des „unwürdigen Postenschachers“ biete die Chance für einen Neuanfang beim MDR. Steffen Grimberg (taz) bescheinigt dem Rundfunkrat, „wichtige Weichen“ gestellt zu haben, „dass der MDR das vielleicht alleine“ schaffe. Auch, weil „die alte Garde so gut wie weg“ sei: Fernsehdirektor Wolfgang Vietze wurde am Wahldebakel-Montag verabschiedet. Die Stelle des gefeuerten Unterhaltungschefs Udo Foht ist ausgeschrieben. Die „Sächsische Zeitung“ zitiert einen geradezu euphorisierten Gremienvorsitzenden Johannes Jenichen: „Ich habe einen tollen Rundfunkrat, das Ergebnis ist ein Zeichen unserer Unabhängigkeit.“</p>
<p>Schon am 9. Oktober will der Verwaltungsrat einen zweiten Anlauf wagen: Vorsitzender Gerd Schuchardt wünscht sich einen einstimmigen Vorschlag für einen neuen Kandidaten. Das wird aber auch dadurch nicht leichter, dass er nach Informationen der „Thüringer Allgemeine“ einen Vorschlag von Johannes Jenichen zurückwies: Der regte an, dass der Rundfunkrat mögliche Kandidaten nennen könne.</p>
<p>Doch auch wenn es angesichts des Leipziger Debakels fast unvorstellbar scheint: Die nächste Runde zur Wahl des Intendanten zählt noch zu den leichtesten Übungen. Die eigentliche Arbeit wartet danach auf ihn oder sie.</p>
<p>Dies sieht auch der DJV-Landesverband Thüringen und fordert: „An die Spitze der Anstalt gehört eine Person mit Durchsetzungsvermögen für die inhaltliche Umstrukturierung des Senders.“ Nicht zuletzt, weil sich zwar der MDR seit 1997 rühmen darf, die beste Quote der dritten Programme zu haben. Aber der „Ossi-Schunkel-Kanal“ macht eben kein Breiten-, sondern ein Spartenprogramm, wie Andreas Raabe im aktuellen „Journalist“ schreibt.</p>
<p>Kritik an der MDR-Programmstruktur gibt es schon lange: „Der Grundversorgungsauftrag des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordert das ganze Spektrum von Fernseh- und Hörfunksendungen – und vor allem für alle Altersgruppen. Und das gewährt der MDR wohl eher nicht“, meint beispielsweise Ralf Leifer, Geschäftsführer des Thüringer DJV-Landesverbandes.</p>
<p>Erste Zeichen für eine Zuwendung der Politik zum MDR-Staatsvertrag gibt es übrigens auch: Wegen der schwierigen Rechtslage wird es aber wohl keine Änderungen seines Wortlautes, sondern möglicherweise Anhänge geben. Anzunehmen ist, dass sich die drei Staatsvertragsländer zunächst wohl zum Wahlverfahren verständigen werden.</p>
<p><em>(Beitrag für die Ausgabe 3-2011 vom &#8222;Blickpunkt&#8220;, der gemeinsamen Mitgliederzeitschrift der DJV-Landesverbände Hessen und Thüringen)</em></p>
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		<title>Oscar-Kolumne: Lacht mal wieder!</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 15:35:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>_Der&#124;Aschenbrenner_</dc:creator>
				<category><![CDATA["Oscar"-Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Das ist Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Eva-Maria Körner]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksatlas 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Henryk Balkow]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Machnig]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Bernd Raffelhüschen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das ist Thüringen!“ Schon gesehen, die neue Image-Kampagne für den Freistaat? Bestimmt! Läuft ja schließlich kurz vor der 20-Uhr-„Tagesschau“. Und da schon zu Zeiten Ernst I. die hiesigen Bauern schlauer waren als anderenorts die Edelleut’, unterstelle ich, dass die gothsche &#8230; <a href="http://aschenbrenner61.wordpress.com/2011/09/29/oscar-kolumne-lacht-mal-wieder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aschenbrenner61.wordpress.com&amp;blog=12196759&amp;post=1271&amp;subd=aschenbrenner61&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Das ist Thüringen!“ <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1guAdxIbE40" target="_blank">Schon gesehen, die neue Image-Kampagne für den Freistaat? </a>Bestimmt! Läuft ja schließlich kurz vor der 20-Uhr-„Tagesschau“.</p>
<p><a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/09/das.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1273" title="das" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/09/das.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Und da schon zu Zeiten Ernst I. die hiesigen Bauern schlauer waren als anderenorts die Edelleut’, unterstelle ich, dass die gothsche Gemeinde für gewöhnlich und zu dieser Zeit geschlossen vorm Flachmann kutzt, andächtig dem öffentlich-rechtlichen Nachrichten-Flaggschiff zuschaut.</p>
<p>Übrigens ein Grund, warum selbst verlängerte Ladenöffnungszeiten in der Residenzstadt niemanden von der Glotze weglocken …</p>
<p>Dass „Das ist Thüringen!“ (Screenshot von youtube) dabei aber ganz ohne die „Perle am Thüringer Wald“ auskommt, dürfte kaum Emotionen hervorrufen: Warum auch sollte es echte Gothsche stören, dass sich ein Hamburger Werbe-Sauhaufen nicht um sie schert!?</p>
<p>Machen ja nicht einmal die Thüringer! Auch nicht Henryk Balkow und der „Junge Medien Thüringen e. V.“ Aber was diese Truppe alternativ zum Clip drehte, mit dem Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig Millionen versenkt, ist echt Klasse: Gut, man <a href="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/09/closer.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1272" title="closer" src="http://aschenbrenner61.files.wordpress.com/2011/09/closer.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>könnte vielleicht noch wegen des Titels mäkeln. <a href="http://vimeo.com/29045558" target="_blank">Doch „Come closer“ ist ein echter Hingucker.</a>  Und nicht nur wegen der Hauptdarstellerin Eva-Maria Körner (siehe Screenshot)! Mit Mini-Budget, aber Maxi-Engagement produziert. Die charmante Liebeserklärung an den Freistaat von Balkow &amp; Co. ist sehens- und aller Ehren wert! Zeigt Land &amp; Leute von der besten, der menschlichen Seite.</p>
<p>Als assimilierter Beute-Thüringer möchte ich dies ausdrücklich hervorheben, denn auch die meisten Gäste unserer genussvoll-gemütlichen Gegend rühmen vor allem die Freundlichkeit der Eingeborenen. Und das erfährt, wer auf Tourismus-Messen fährt.</p>
<p>Ich wünschte mir übrigens, dass dort dann das Video der Erfurter Jung-Filmer flimmert. Falls darauf bisher noch keiner der professionellen Gäste-Verführer von Stadt, Kreis und Land gekommen ist, ist das kein Bein-Bruch: Die Idee lasse ich mir gern klauen und Nachfragen kostet ja nix!</p>
<p>Damit können wir übrigens viel überzeugender die Schmach tilgen, die uns der „Glücksatlas 2011“ zufügte. Schlägt man den auf, findet sich die bedrückende Botschaft, wonach in Thüringen die unglücklichsten Deutschen leben würden. Diese Landmarke der Lustlosigkeit versetzten uns mit wissenschaftlicher Akribie, statistischer Finesse und dem Geld der Deutschen Post Prof. Bernd Raffelhüschen, der Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Universität Freiburg, und das Institut für Demoskopie Allensbach. Gemeinsam ergründeten sie der Deutschen Seelenlage generell, die so gut wie seit zehn Jahren nicht sein soll.</p>
<p>Aha.</p>
<p>Alles angesichts aktueller Aktien-Kurse, ernüchternder Euro-Expertisen und dazu präsentierter peinlicher Politprominenz-Possen!? Erinnert mich an die Kapelle auf der „Titanic“. Würde auch Verschwörungs-Theorien beflügeln, dass sinistre Strippenzieher bewusst diese „Deutsche Post“-Karte gespielt haben.</p>
<p>Man könnte geradezu Decimus Iunius Iuvenalis – auch „Juvenal“ geheißen – bemühen: Der römische Satirendichter des 1. Jahrhunderts hatte gegen die Herrschenden geätzt, weil sie mit „Panem et circensis“, Brot und Spielen, das Volk bei Laune hielten.</p>
<p>Aber als hemmungsloser Optimist sehe ich das anders: Auf solch clevere Idee kämen die Berliner Tigerenten-Koalitionäre gar nicht!</p>
<p>Zurück zum Lehrstück übers deutsche Glück: Demnach hat Hamburg eine geradezu von Glückshormonen geschwängerte Luft. Dort leben die zufriedensten Menschen, haarscharf verfolgt von freudetrunkenen Niedersachsen – und wen wundert’s? – den Bayern.</p>
<p>Auch nicht überraschend: Zwischen 20. und 30. Lebensjahr sind Weib- wie Männlein am glücklichsten, während das Mittelalter eher unzufrieden aus der Wäsche guckt. Da muss man dann übrigens einfach durch: Ab 65 erreichen wir angeblich wieder das Niveau von 30-Jährigen.</p>
<p>Glücks-Ritter Raffelhüschen und seine Freuden-Spender entdeckten uns aber nicht die Ursachen dieser Dreiteilung. Ich schlichtes Gemüt vermute aber mal &#8211; Amore, Arbeit, Alzheimer.</p>
<p>Warum allerdings ausgerechnet die Deutsche Post die Studie beauftragte, erschloss sich mir nicht.</p>
<p>Aber der Hinweis aufs maulig-mosernde Mittelalter machte mich nachdenklich: Kann man schließlich wirklich beobachten, nicht nur bei pampigen Parkplatz-Proleten in der Tiefgarage des „Kauflands“ …</p>
<p>25 (Gesichts-)Muskeln, so erkundete ich, braucht es, damit unsereins lachen kann. Auch das belegt am Ende nur: Glücklich zu werden, bedeutet eben wirklich harte Arbeit.</p>
<p><em>(modifizierte Kolumne, erschienen im &#8222;Oscar am Freitag&#8220;, Ausgabe Gotha, vom 30. September)</em></p>
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