i der Daus! Der Kizzler kommt!

iPodstausend! Endlich mal wieder Neuigkeiten, die all jene ohne Apple durchs Leben Stolpernden vor iFersucht gelb werden lassen …

kress facebookte eben, dass “bild.de” jetzt weiteren Bagger-Bonus bietet. Eine Flirt-App mit dem bezeichnenden Namen “Kizzle” geht online und BILDet jetzt eine neue Alternative für die Notgemeinschaft der auf natürlichem Wege Bindungsunfähigen.

Klar doch, dass es den Kizzler nur fürs iPhone gibt! Mädels, die den Apple der Versuchung bei sich haben, sollen merkwürdigen Erhebungen zufolge sowieso schon mehr Sex haben als ihre unbephonten Geschlechtsgenossinnen.

Macht durchaus Sinn: Kizzler zeigt nämlich Flirtsüchtige in der Nähe an. Mit Vibrationsalarm sicherlich. So rubbelt sich bald zusammen, was zusammen gehört.

Aber Vorsicht: Die Verhütungs-App von Beate Uhse ist ein Fake!

WePad – the “German Wunder”

(ra) Da schau einer die Deutschen an! Kaum einer kannte bis vor kurzem die Firma Neofonie. Deren Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen war und ist höchstens Insidern bekannt, weil der vor Jahren die Suchmaschine Fireball entwickelte. Doch Neofonie schaffte es mit seinem Konkurrenten des Apple-Tablet-PC iPad, das Ende April in Deutschland zu kaufen sein wird, weltweit Schlagzeilen zu machen. Nicht sonderlich originell heißt das Teil “WePad”, sieht aus wie die Wunderflunder aus den USA, soll aber mehr können, wenn es im August auf den Markt kommt.

Für Wirbel sorgte allerdings die missglückte Präsentation am Montag. Deshalb gab es Gerüchte im Netz, das Gerät sei ein Fake, wie auch das “Handelsblatt” am Dienstag berichtete.

Neofonie kündigte heute auf seiner Facebook-Seite an, dass am 26. April eine zweite Präsentation stattfinden werde, zu der auch Kritiker eingeladen seien. Hoffer von Ankershoffen hatte auf Nachfrage heute ebenfalls eingeräumt, dass das gezeigte Gerät “noch einige Entwicklungsstufen” hinter den vollmundig angekündigten Qualitäten zurück läge.

Auch die Bastler bei Hewlett Packard werden uns mit dem “Slate-Tablet” beglücken. Das kann dann sogar Handschriften erkennen – mit einem Stift lässt sich auf dem Gerät schreiben. Googles Tablet-Computer nennt sich sinnig “GPad” und wird auf der Basis des hauseigenen Android-Betriebssystems demnächst auf den Markt kommen. Weiterlesen

Zeitungen – Produkt für Eliten?

Gensfleisch war’s.

Gensfleisch, genannt Gutenberg, verschaffte dem Wort Macht. Gedruckte Macht. Der gute Johannes löste damit eine Medienrevolution aus.

Könnte es sein, dass wir gerade Zeitzeugen der nächsten werden? Beamen uns fast 600 Jahre nach den beweglichen Lettern jetzt die iPads & Co. in ein neues Raum-Zeit-Kontinuum?

Indizien dafür mögen sein, dass selbst Nokia heute – am Tag Fünf nach iPad – versprach, nicht – wie beim iPhone – zwei Jahre zu warten, um seine Interpretation des Apple-Wunderflunder zu präsentieren.

Gutenbergs Erfindung machte Massen wissend. Und damit alte Herrschaftssysteme obsolet. Die aufgeklärte Menschheit der Renaissance wäre ohne den stetig schwellenden Strom von Druckwerken, die Wissenserwerb der Allgemeinheit ermöglichte, nicht denkbar gewesen.

Gut 600 Jahre später hat sich Information länger schon ihrer materiellen Fessel entledigt. Das feiern nicht nur Nerds (wie die englische und nette Umschreibung für Computerfreaks lautet bzw. was als Akronym laut “Süddeutscher Zeitung” für “Non Emotionally Responding Dude” – engl.: auf emotionaler Ebene nicht ansprechbarer Typ – steht).

Wie dem auch sei: Selbst 2010 könnte man sich benehmen, wie einst die französischen Landarbeiter, die ihre Holzschuhe in die Mäh- und Dreschmaschinen warfen, um dem technischen Fortschritt Paroli zu bieten,

Tatsache ist aber, dass “die Massen” ihre Gewohnheiten ändern, sich zu informieren. Nicht nur bei Jüngeren wandeln sich Kommunikations-Bedürfnisse und es wächst deshalb mehrheitlich auch die Bereitschaft, andere als bisher favorisierte “Kanäle” dafür zu nutzen. Das MUSS man berücksichtigen.

Sonst gilt: “Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.”

Schellack zerbrach nicht nur an der robusteren Vinyl. Die CD wiederum eroberte erst die Welt im Sturm, um wenig später in dem der mp3-Downloadflut unterzugehen.

Und gedruckte Zeitungen…!? Gedruckte Zeitungen sind vielleicht in 20 Jahren schon das elitäre Statussymbol von Traditionalisten, von Puristen, von Eliten.

Vielleicht auch deshalb, weil sie sich eben nur noch solche “Rand”gruppen leisten können.

Weil die sie sich leisten wollen.

Übrigens: BDZV-Präsident Helmut Heinen malt in seinem Interview mit der “Stuttgarter Zeitung” ein solches Zukunftsbild…

Ich hätt’ so gern ein iPad…

“Das Web ist ein entfernter Verwandter der Zeitung, das iPad sein Bruder.”

Das ist ein Zitat aus dem bild.de-Interview mit dem Zeitungsdesigner-Guru Mario Garcia (“Ist das iPad die Zeitung der Zukunft, Dr. Mario Garcia?”). Der Großmeister des Gestaltens vergleicht Apples neues Wunder-Tablett sogar mit der Entwicklung des Farbdrucks.

Aber das ist auch schon beeindruckend: Apple hat 300.000 iPads am ersten Verkaufstag absetzen können. Die neuen “iPad”ophilen saugten damit eine Million Apps und über 250.000 E-Books von den Apple-Servern. Analysten meinen sogar, dass am Osterwochenende bis zu 700.000 der neuen Generation von Computern über die Ladentische gegangen sein sollen. Dagegen wirkt der damalige Hype ums iPhone (270.000 Verkäufe) harmlos…

Die wirklich erstaunlichste Nachricht des Tages kommt aber aus Frankreich: “Le Monde”, wie andere Zeitungen in schwerem Fahrwasser, wandelt ihr Erscheinungsbild so, dass es iPad-tauglich wird und will zudem eine spezielle Ausgabe für das neue Apple-Wunderding herausgeben, Die gedruckte Zeitung hingegen soll zum Hintergrundmedium werden.

(Mehr dazu hier!)