Pleitgen und Brender bei Spitzel-Thema einig

Ex-WDR-Intendant Fritz Pleitgen unterstützt ZDF-Chef-”Provokateur” Nikolaus Brender: Der hatte für erheblichen Wirbel gesorgt, weil er Kritik an der Einflussnahme politischer Parteien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk übte.

“Ich kann an den Feststellungen von Nikolaus Brender nichts Unzutreffendes feststellen. Er hat in Brender-Manier Schwächen des Systems deutlich benannt. Der Sache kann die Klarheit nur helfen” sagte Pleitgen laut BILD.

Klaus Bresser, der Brender-Vorgänger beim ZDF, findet hingegen die “Spitzel”-Vorwürfe überzogen: Das IM-System in der ehemaligen DDR habe eine ganz andere Dimension gehabt und Existenzen vernichtet. Daher sei der Vergleich falsch. Er soll aber gegenüber dem Hessischen Rundfunk bestätigt haben, dass es “Zuträger der Parteien in den Sendern” gebe, schreibt “Spiegel Online”.

Nikolaus Brender – der ZDF-Chef-”Provokateur”

ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender scheut keinen Konflikt: Jüngstes Beispiel ist sein “Spiegel”-Interview (hier). Darin macht er den Parteien den Vorwurf, sich ein “internes Spitzelsystem” beim ZDF aufgebaut zu haben – samt IM, “vergleichbar mit denen der DDR”. Ersten Widerspruch erntete Brender von Hubertus Knabe, dem Leiter der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen. Der monierte, Brender stelle sich so “auf eine Stufe mit den Opfern der Stasi”. Die CDU hingegen wolle Brender wegen der Provokation an die Pensionszahlungen, meldet “Bild” (hier).