Mir ist manches wurscht. Etwa, ob Bayer Leverkusens brandneuer Ball-Bube Ballack die berühmte Binde trägt oder der Bayern-Bursche Lahm.
Aber schon lange ist mir meine Wurscht nicht mehr wurscht. Mindestens seit 15. Oktober 1990, meinem ersten Tag hier im rustikalen Residenzstädtchen. Da verschlug es mich Schreiber-Frischling nach kurzem Gastspiel aus dem Eichsfeld in die Hauptstadt der Genüsse, der verwursteten.
Nicht, dass etwa die Eichsfelder Stracke nicht gemundet hätte! Ich meine, mich aber zu erinnern, dass ich schon am ersten Tag in Diensten der TA nahe des Rathauses etwas (Außer-)Ordentliches zwischen den Zähne kriegte.
Während – ebenfalls an einem Oktobertag! – Jahrzehnte zuvor die einen, von revolutionärem Enthusiasmus getrieben, ins Winterpalais stürmten, stürmte ich aus einem solchen hinaus. Die in Petrograd damals, die traten an, die Welt von den Ausbeutern befreien. Mich hingegen trieben nur niedere Instinkte. Ich hatte Knast, wollte nur meinen knurrenden Magen befrieden. Weiterlesen